Mitwirkung gesucht: Fokusgruppe zum Dezentralen Spielstätten-Modell der FTTS gUG

Die positive Resonanz aus der Freien Tanz- und Theaterszene von Stuttgart auf die erste Vorstellung des Dezentralen Spielstätten-Modell hat uns sehr gefreut. Deshalb möchten wir den weiteren Abstimmungsprozess mit der Solidargemeinschaft der Stuttgarter Theater und weiteren Partnerinstitutionen, die sich bei uns gemeldet haben, durch eine Fokusgruppe aus der Freien Szene begleiten lassen.
Gesucht werden fünf Personen, die in der Freien Tanz- und Theaterszene Stuttgart künstlerisch und/oder organisatorisch tätig sind und ihre Perspektiven in den weiteren Entwicklungsprozess einbringen möchten.
Die Fokusgruppe unterstützt und begleitet den weiteren Prozess und gibt Rückmeldungen zum Modell. Geplant sind zwei Termine im September 2026. Je nach Verfügbarkeit der Teilnehmenden kann zusätzlich ein kurzer Auftakttermin im August 2026 stattfinden. Die Mitwirkung ist unkompliziert: Darüber hinaus entsteht kein weiterer zeitlicher Aufwand.
Meldet euch gerne bis 31. Juli 2026 per E-Mail an info@ffts-stuttgart.de.
Wir freuen uns auf eine vielfältig besetzte Fokusgruppe und den gemeinsamen Austausch.
Hintergrund und Vision
Die Freie Tanz- und Theaterszene Stuttgart gUG (kurz: FTTS) entwickelt derzeit gemeinsam mit der Solidargemeinschaft der Stuttgarter Theater (kurz: SST) und weiteren Orten, die sich bei der FTTS gUg gemeldet haben, ein neues solidarisches Kooperationsmodell. Ziel ist es, projektgeförderten Produktionen der Freien Tanz- und Theaterszene ab der Spielzeit 2027 zusätzliche Aufführungsmöglichkeiten zu eröffnen und damit einen Beitrag zur Bewältigung der bestehenden Raumproblematik zu leisten.
Eine zentrale Spielstätte ist seit vielen Jahren ein gemeinsames kulturpolitisches Ziel der Freien Darstellenden Szene Stuttgarts. Da ein solcher Raum derzeit fehlt, verstehen wir die „Dezentrale Spielstätte“ als solidarisches Übergangs- und Entwicklungsmodell. Sie ersetzt keine bestehenden Spielstätten, sondern verbindet vorhandene Orte zu einem Netzwerk. Das Zusammenfügen und gemeinsame Bewerben aller dezentralen Aktivitäten, die von der FTTS gUG gefördert werden, ist ein wichtiges Instrument, um die Sichtbarkeit der gesamten Freien Szene nachhaltig zu stärken.
Das Modell versteht sich ausdrücklich nicht als Konzentration der Freien Szene auf die Stuttgarter Theaterhäuser. Vielmehr soll das Angebot der beteiligten Häuser den bestehenden Pool an Spielstätten mit professioneller Infrastruktur sinnvoll erweitern. Alle weiteren Spielorte – ob klassische Theater, alternative Spielstätten oder Produktionen im öffentlichen Raum – sind gleichberechtigter Bestandteil des Modells. Die Freie Szene arbeitet seit jeher dezentral. Genau diese dezentrale Struktur soll sichtbar gemacht und gestärkt werden: Sämtliche projektgeförderten Produktionen werden unabhängig von ihrem Aufführungsort gemeinsam beworben und als Teil einer gemeinsamen dezentralen Spielstätten-Struktur der Freien Tanz- und Theaterszene von Stuttgart kommuniziert. Der Pool an Spielorten kann perspektivisch wachsen und soll katalogisiert werden.